Das toppt “Mümmelmannsberg”!

Die bisherigen 26 Jahre meines Lebens – oder zumindest die meisten davon, seit ich eben lesen kann – war ich davon überzeugt, dass es in Hamburg die schönsten beziehungsweise kuriosesten Namen für Stationen von Nahverkehrs-Zeugs gibt.

“Mümmelmannsberg” war immer mein Favorit, dicht gefolgt von “Schlump”. Bei dem einen stellte ich mir stets einen Berg voller fröhlicher Hasen vor, beim anderen dachte ich immer an ein Viertel voller blauer Schlümpfe. Zumindest bei den Schlümpfen lag ich sehr falsch. Der Name hat wohl eher sumpfige Gründe.

Doch dann kam ich nach Lübeck. Und entdeckte die Bushaltestelle “Fegefeuer”. Um genau zu sein hörte ich: “Nächste Station: Fegefeuer!” Ich fand das lustig :)

Und fragte mich natürlich, wie die Haltestelle samt der angrenzenden Straße zu diesem Namen gekommen war. Wunderbarerweise wusste Wikipedia auch dazu die Antwort:

Ab 1324 ist die Bezeichnung Veghevur (Fegefeuer) belegt; dabei handelt es sich um ein Wortspiel, das auf die kirchliche Lehre vom Fegefeuer Bezug nimmt, denn die Straße führt geradewegs auf die noch heute als Paradies bekannte Torhalle an der Nordfassade des Doms zu: Um zum Paradies zu gelangen, muss man durch das Fegefeuer gehen. 1852 wurde der heutige Straßenname amtlich festgelegt.

Nicht mehr ganz so lustig. Aber gut. Man muss ja nicht immer an das Allerschlimmste denken, wenn man mit dem Bus da hält…

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Vampir-Film mit Blutarmut

Für den vierten Film der Twilight-Reihe braucht es eine rosa Brille. Das ist traurig, denn eigentlich sollten Frühlingsgefühle bei Liebesfilmen inklusive sein. Bei „Breaking Dawn“ ist das aber nicht so. Die Geschichte von Vampiren, Werwölfen und ihren Beziehungen zu Menschen wirkt stattdessen ausgelutscht. Die Überraschungsmomente sind viel zu rar.

Wie gehabt geht es vor allem um den Vampir „Edward“ (Robert Pattinson), der sich in das Mädchen „Bella“ (Kristen Stewart) verliebt, und den eifersüchtigen Werwolf Jacob (Taylor Lautner). Eingefleischten Fans ist die Geschichte aus den Vorlagen, den Büchern von Stephanie Meyer, bekannt. Diese Fans sind es, die sich den Film ansehen. Neulinge werden kaum beim vierten Teil einer Reihe einsteigen. Deshalb wäre es umso wichtiger, mit der Inszenierung zu überraschen. In diesem Fall ist das leider nicht gelungen.

Dass der Film so blutarm wirkt, überrascht insofern, als die Geschichte in diesem Teil interessantes Material bietet. Schließlich heiraten Edward und Bella, sie wird anschließend schwanger und verwandelt sich letztendlich sogar in einen Vampir. Die Filmmacher hätten viel experimentieren und eine opulente Inszenierung anbieten können. Regisseur Bill Condon beschränkt sich jedoch auf bewährte Stilmittel und zeigt so viele Nahaufnahmen von Bellas Gesicht, dass so mancher Fan inzwischen auswendig die Sommersprossen in ihrem Gesicht aufzählen kann. Auch sonst ist die Bildsprache kaum spektakulär. Die Hochzeit sieht aus wie eine beliebige Fernseh-Hochzeit, die Flitterwochen-Insel ist bunt, aber auch nicht mehr, und selbst die Szene, in der Edward und Bella endlich miteinander schlafen, bleibt langweilig. Eine visuelle Überraschung ist die Szene, in der Werwolf Jacob wütend durch einen Wald rast. Begleitet wird die Hatz durch einen Farbenrausch und Stimmengewirr. Überraschend blutig fällt auch die Geburtsszene aus. Doch ist es in beiden Szenen etwas viel des Guten. Es wäre besser gewesen, die Macher hätten die spannenden Effekte gleichmäßig über den ganzen Film verteilt.

Den Aufwand konnten sie sich aber getrost sparen, denn nach wie vor zahlen die Fans brav in Massen an den Kinokassen, um das Drama auf der großen Leinwand zu sehen. So lange das so ist, braucht niemand Änderungen an dem erprobten Konzept zu erwarten. Selbst wenn die Langzeit-Fans nach diesem Film Ermüdungserscheinungen zeigen, wird das die Macher wenig stören. Nun fehlt nämlich nur noch ein Teil und den werden sich die Fans der Vollständigkeit halber bestimmt auch noch ansehen.

Verschenkt hat der Regisseur damit allerdings die Chance, die gesamte Reihe zu einem Erlebnis zu machen, das länger in Erinnerung bleibt. Und bei all der Treue, die die Fans dieser Vampir-Geschichte erwiesen haben, hätten sie ein solches Erlebnis wahrlich verdient gehabt.

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“Du bist in der Gang!” Och nö…

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Silvester-Kleid. Dann kam ich an den Jeans vorbei. Und blieb hängen. Wegen der Jeans, die auf dem Bild oben zu sehen ist. Auf deren Kehrseite in blutroten Lettern “GANG” steht.

“Wer um alles in der Welt will denn sowas anziehen??” Fragte ich mich, kam aber zu keiner Antwort. Ich erinnere mich zwar noch dunkel an diese Jogging-Hosen mit der Aufschrift “Juicy”, die diverse Stars mal spazieren trugen. Mit der Erinnerung ging aber keine plausible Erklärung einher.

Vielleicht kann ja wer da draußen mir erklären, was Frauen dazu bewegen könnte, sich mit dieser Aufschrift auf dem Hintern in der Öffentlichkeit zu zeigen?

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Kreative Blickfänger

Plakat + Kleber und an die Wand damit – das kann jeder. Spannend wird es, wenn die Plakatkleber kreativ werden.

Deshalb muss ich heute denjenigen loben, der das für das Kino “CineStar” in Mainz macht. Wer immer es ist – er packt nicht einfach nur die Plakate in die Schaukästen, sondern macht aus jedem ein kleines Kunstwerk.

Es wird gerissen, geschnibbelt und gedoppelt. Fantastisch :)

Und die Ergebnisse sind definitiv lauter Blickfänger. Ich hätte fast vergessen in meinen Film zu gehen, vor lauter Plakate bewundern ;)

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Zauberhafte Ruine

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Diese Fotostrecke zeigt Aufnahmen von der Klosterruine Disibodenberg, die zwischen den Orten Staudernheim und Odernheim liegt.

Dort lebte unter anderen die heilige Hildegard von Bingen. Das Gelände kann besichtigt werden und in einer kleinen Kapelle können Andachten gehalten werden. Besonders schön ist der Ausblick von der Ruine aus.

Am Fuß des Berges findet sich außerdem ein Museum, in dem wertvolle Fundstücke aus dem Kloster ausgestellt werden.

Ich kann einen Besuch sehr empfehlen!

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Wo fängt der Himmel an?

Mal eben schnell: ein hübsches Graffiti, das ich gestern in Mainz am Rheinufer entdeckt hab. Kennt ihr noch?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Falls nicht, das sind Piggeldy und Frederick. Die beiden Schweine treten seit den 70er Jahren regelmäßig in der Kindersendung Sandmännchen auf.

Hier gibt es übrigens das YouTube-Video zum Graffiti. Wer die Schweinchen noch nicht kennt, sollte sich das unbedingt ansehen. Einfach charmant, irgendwie :)

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Bitte, bitte lass mich bei dir wohnen!

Suchst du noch, oder wohnst du schon? In Darmstadt sind gerade unzählige Studien-Anfänger auf der Suche nach einer Bleibe. Viele von ihnen werden vergeblich suchen, denn in Darmstadt gibt es für Studenten viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Dementsprechend schwierig war es, sich für meine WG für gleich zwei neue Mitbewohner zu entscheiden. Die Bewerber versuchten mich mit Fotos, Bestechungs-Geschenken und Flehen zu überzeugen.

An einem Freitag stellte ich meine Suchanzeige online. Vier Tage später hatte ich etwa 50 Anfragen im Postfach. Hilfe!

Also erstmal grob sortieren. Gleich raus waren Bewerber, die nur ganz kurz schrieben oder vergessen hatten meinen Namen in die Begrüßung einzusetzen. Kopieren ist legitim, aber man sollte vielleicht doch zusehen, dass man eine Mirca nicht mit “Hallo Stefan” begrüßt :)

Dann lud ich die 15 sympathischsten Leute zum Besichtigen ein. Großzügig plante ich immer mindestens eine Stunde Abstand zwischen den Terminen ein. Es sollte genug Zeit für ein Gespräch bleiben und mir war noch sehr gruselig ein Besichtigungs-Termin in Erinnerung, bei dem ich vor einem Jahr auf eine Party kam. Ansage: “Wer am längsten bleibt, darf einziehen!”

Dann ging es los. Die erste Kandidatin fragte mich erstmal nach zehntausend Vertrags-Details. Ich dachte: “Mensch, versuch doch erstmal mich kennen zu lernen, schließlich willst du mit mir zusammenwohnen und nicht mit dem Vertrag!”

Der nächste Bewerber drückte mir sofort ein Geschenk in die Hand. Eine hübsche Tasse aus Tübingen, wo er bis dato noch wohnte. Ich nahm mir fest vor, mich davon nicht beeindrucken zu lassen. Aber nett war’s schon…

Auf den dritten wartete ich vergeblich. Drei Stunden nach dem geplatzten Termin schickte er eine Mail: “Sorry, hatte Stress mit meinem Chef und konnte deshalb nicht kommen.” Ich ärgerte mich trotzdem, schließlich hätte ich meine Zeit auch schöner verbringen können, als mit sinnlos auf ihn warten. Das ist mit Sicherheit auch ein Grund, weshalb viele WG-Anbieter die Besichtigungen abbrechen, sobald sie jemand passendes gefunden haben. Die Termin-Koordination ist zeitraubend und es ist wirklich blöd, wenn man bei schönstem Sonnenschein ins Schwimmbad könnte, der Hinderungsgrund dann aber nicht auftaucht.

Die vierte Bewerberin war super-nett. Allerdings hatte sie als künftiger Ersti noch keine Idee, wie sie ihr Studium und die Wohnung finanzieren sollte. Da konnte ich einfach nicht ruhigen Gewissens zusagen.

Nach Tag II und sieben Besichtigungen machten meine Stimmbänder schlapp. Es war nur noch so ein heiseres Krächzen möglich. Also gab’s von da an Tee statt Kaffee zu den Gesprächen. Das Wunder geschah an Tag III. Mitbewohnerin Nummer 1 gefunden. Und es war tatsächlich so: Es passte einfach. Mein Bauchgefühl jubilierte quasi.

Parallel dazu kamen immer mehr Anfragen. Da ich in der Anzeige geschrieben hatte, dass ich die Wohnung mit meinen künftigen Mitbewohnern gerne etwas farbiger gestalten würde, bekam ich sogar Fotos von Wandgestaltungen geschickt.

Auch nett. Machte es nicht einfacher, sich zu entscheiden. Tagelang grübelte ich, wie meine zukünftige WG aussehen sollte. Laut-lustige Mädels-WG? Eher ruhige Misch-WG mit Leuten nur über 25? Multikulti-WG mit Student aus dem Ausland?

Schließlich entschieden Mitbewohnerin 1 und ich uns für den Bewerber, der die schöne Tasse mitgebracht hatte. Bestechungs-Geschenke funktionieren also möglicherweise… ;) Wär ja aber auch zu schade, wenn er gar nichts mehr von seinem Geschenk gehabt hätte.

Der Termin für die Kennenlern-Party wird noch bekanntgegeben :)

PS: Die Stadt Darmstadt versucht immerhin, mehr Wohnraum für Studenten zu schaffen. An der Rheinstraße wird zum Beispiel bald ein neues Wohnheim eröffnet. Aber mal ehrlich, die Zimmer da sind zu teuer! 400 Euro aufwärts, welcher Student soll das bezahlen können?

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